Am 28. September 2026 war es endlich so weit: Über 150 Schüler*innen des Gymnasiums Philippinum kochten, schnippelten, wanderten und aßen gemeinsam – und machten den Tag der Nachhaltigkeit damit zu einem echten Ernährungsfestival.
Was war geboten?
Der Vormittag bestand aus Workshops, in die sich die Klassen schon vor den Sommerferien einwählen konnten: Kochworkshops mit anschließender Verköstigung, eine Schnippeldisko, inhaltliche Workshops zu Welternährung, praktische Kräuterworkshops und Exkursionen zu landwirtschaftlichen Lernorten. Dazu Stadtrallyes quer durch die Marburger Ernährungsszene – vom Weltladen über den Abholpunkt der Solawi Marburg, die Marburger Gesundheitsgärten bis zu Naturkost- und Mitgliederläden. Im Anschluss wurden nicht nur die Arbeitsergebnisse auf dem Schulhof präsentiert, sondern auch in einem gemeinsamen Mittagessen gemeinsam mit weiteren Gästen verköstigt.
Wie das Festival entstand
Die Idee wurde im Rahmen des Projekts „Klimabildungslandschaft Marburg-Biedenkopf“ entwickelt, das wir als Netzwerkkoordination – angesiedelt beim Verein nachhaltig lernen e.V. – im Auftrag des HMLU durchführen. Verschiedene Akteure, u. a. die Mitglieder des AK Ernährungsbildung an der Schnittstelle von Ernährungsrat und BNE-Netzwerk, arbeiteten in unterschiedlichen Konstellationen an der Umsetzung. Die Netzwerkkoordinationsstelle beantragte und wickelte die Förderung über die Servicestelle Ernährungsinitiativen in Hessen (SEI) ab.
Mit dem Gymnasium Philippinum, dessen Tag der Nachhaltigkeit seit vielen Jahren etabliert ist, fanden wir den idealen Partner. Insgesamt waren 15 Ernährungs-Akteur*innen aus BNE-Netzwerk und Region beteiligt.
Warum wir das tun
Ziele des Festivals sind das Sichtbarmachen unserer lokalen BNE-Bildungslandschaft, die Vernetzung außerschulischer und schulischer Akteure sowie die aktive Mitwirkung der Jugendlichen. Unser Marburger BNE-Netzwerk „Nachhaltig Lernen Region Marburg“ besteht seit 2014 – und hat seit eineinhalb Jahren keine Mittel mehr für die Umsetzung konkreter Bildungsangebote zur Verfügung. Durch die Förderung der Stadt Marburg können zumindest der Betrieb der Webseite sowie die Betreuung und Vernetzung der Netzwerkmitglieder fortgeführt werden. Durch die Koordinationsstelle können auch Förderanträge, wie der bei der SEI Hessen, eingereicht und abgewickelt werden. Wir danken der Stadt Marburg, dass dies trotz knapper Kassen möglich ist.
Das Projekt zeigt, wie unterschiedliche Akteure in einer Bildungslandschaft zusammenwirken können. Dazu braucht es aber auch Menschen, die die Ressourcen haben, ein solches Projekt zu koordinieren: Das Zusammenbringen von Schule, außerschulischen Partnern und weiteren Akteuren wie Unternehmen, Naturkostläden und Landwirtschaft braucht ein gutes Gespür und einen langen Atem.
Danke!
Ein herzliches Dankeschön geht an das Kollegium des Philippinum (insbesondere an Alisa Göbel, die das Projekt in Gang gebracht hatte), die Mitarbeitenden in der Netzwerkkoordinationsstelle (verantwortlich für die wundervollen Stadtrallyes), die Akteure im AK Ernährungsbildung (fürs Mitdenken und -planen), das Team des Jugendbildungswerks (für die tolle Gestaltung der Schnippeldisko und das Mitdenken im Vorfeld), Farhad Golafra (für das köstliche arabische Essen), die Elisabethschule und Frau Malkus (für die Nutzungsmöglichkeit der Schulküche), den Weltladen Marburg und seine Bildungsgruppe (für die Unterstützung des Projekts an gleich mehreren Stellen), Manesse Hoop (für das Einspringen mit dem großartigen Wildkräuterworkshop), das Team von Aktierismus (für den köstlichen veganen Nachtisch), die Solawi Marburg (fürs Mitdenken und die Gestaltung eines Rallyepunktes), die Gartenwerkstadt Marburg (für die Apfelverkostung am Rallyepunkt), die Läden Punkt, Onkel Emma und Heinzelmännchen, die lokalen Erzeuger*innen (für das Bereitstellen der köstlichen Herbstfrüchte), I-See, die Fleckenbühler (für die Unterstützung vor Ort), die landwirtschaftlichen Lernorte (die ihre Hoftore immer wieder für Schulklassen öffnen), den Allmendehof (für die Bereitstellung der mobilen Koch-Infrastruktur), die begeistert schmausenden Lehrkräfte, die vhs Marburg (für die Vermittlung von Workshopleitenden) und alle helfenden Hände während der Veranstaltung.
Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft solche Projekte ermöglichen können.
Danke an David Rempen für die Bereitstellung der Fotos.
Gefördert durch:





