Sojaboom mit Folgen – Wie die Ölfrucht Argentiniens Landwirtschaft verändert | BNE Netzwerk Marburg

Sojaboom mit Folgen – Wie die Ölfrucht Argentiniens Landwirtschaft verändert

Wann

28/05/2026    
18:00 - 20:00

Veranstaltungstyp

Ort: Weltladen Marburg

Veranstaltungsreihe „Lebensmittel – Was essen wir mit?“

Vortrag und Diskussion mit Dr. Anna Dobelmann (Zentrum Oekumene)

Argentinien gehört zu den weltweit größten Sojaproduzenten. Das Soja dient als Tierfutter für den globalen Fleischkonsum, auch in Europa. Der nahezu flächendeckende Einsatz gentechnisch veränderten Saatguts, Direktsaat und massiver Pestizideinsatz haben die Landwirtschaft tiefgreifend verändert. Rentabel ist der Anbau vor allem auf großen, kapitalintensiven Flächen, was kleinere Betriebe unter Druck setzt und die Akteurskonstellation verändert. Argentinien gilt daher als paradigmatisches Beispiel eines Strukturwandels hin zu Monokulturen, Gentechnik und globaler Handelsintegration.

Der Sojaboom brachte zwar Wachstum und Devisen, doch profitieren nicht alle: Land- und Kapitalkonzentration nehmen zu, kleinere und mittlere Betriebe werden verdrängt. Menschenrechtsverletzungen durch Vertreibungen sowie gesundheitliche Folgen des Pestizideinsatzes belasten ländliche Bevölkerungen. Vielerorts wehren sich Gemeinden gegen Pestizid-Sprühungen und gegen Enteignung und Verdrängung.

Der Eintritt ist kostenlos.

Komplettes Programm der Veranstaltungsreihe „Lebensmittel – Was essen wir mit?“:

Veranstaltungsreihe „Lebensmittel – was essen wir mit?“Größe: 1.494 KBProgramm herunterladen

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen e.V. .

Die Veranstaltung wird gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt e.V. verantwortlich.